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Stundensatz richtig kalkulieren
Als Handwerker oder Freiberufler ist die Berechnung des richtigen Stundensatzes entscheidend für Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Unser Stundensatz-Kalkulator hilft Ihnen dabei, einen kostendeckenden und profitablen Stundensatz zu ermitteln.
Was berücksichtigt der Kalkulator?
Der Rechner bezieht alle relevanten Faktoren in die Berechnung ein:
- Fixkosten: Miete, Versicherungen, Fahrzeugkosten, Telefon, Software
- Gewünschtes Gehalt: Ihr persönliches Einkommen für Lebenshaltung und Altersvorsorge
- Arbeitszeit: Wöchentliche Arbeitsstunden und produktive Tage im Jahr
- Ausfallzeiten: Urlaub und Krankheitstage reduzieren die abrechenbaren Stunden
- Gewinnmarge: Zusätzlicher Aufschlag für Investitionen und Wachstum
Warum ist die richtige Kalkulation wichtig?
Ein zu niedriger Stundensatz führt zu finanziellen Engpässen, während ein zu hoher Satz Kunden abschrecken kann. Die Balance ist entscheidend:
Zu niedriger Stundensatz:
- Kosten werden nicht gedeckt
- Kein Geld für Investitionen
- Burn-out durch zu viele Aufträge
- Keine Rücklagen für schwierige Zeiten
Richtig kalkulierter Stundensatz:
- Alle Kosten sind gedeckt
- Gewünschtes Einkommen wird erreicht
- Puffer für Investitionen vorhanden
- Finanzielle Stabilität und Planungssicherheit
Häufige Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation
1. Nicht alle Kosten berücksichtigt
Viele vergessen versteckte Kosten wie Versicherungen, Steuerberater, Weiterbildungen oder Werkzeugverschleiß.
2. Urlaub und Krankheit ignoriert
365 Tage minus Wochenenden sind nicht automatisch abrechenbare Arbeitstage. Urlaub, Feiertage und Krankheit reduzieren die produktive Zeit erheblich.
3. Unbezahlte Arbeitszeit nicht einkalkuliert
Buchhaltung, Angebotserstellung, Akquise und Weiterbildung sind notwendig, aber nicht direkt abrechenbar.
4. Keine Gewinnmarge einplanen
Ohne Gewinn gibt es kein Wachstum und keine Rücklagen für schwierige Zeiten oder Investitionen.
Tipps für Handwerker
Realistische Werte verwenden
Schätzen Sie Ihre Kosten nicht zu niedrig. Besser etwas Puffer einplanen als am Ende des Monats mit roten Zahlen dazustehen.
Regelmäßig überprüfen
Kosten ändern sich. Überprüfen Sie Ihren Stundensatz mindestens einmal jährlich und passen Sie ihn bei Bedarf an.
Mehrere Szenarien durchrechnen
Kalkulieren Sie verschiedene Varianten – konservativ, realistisch und optimistisch – um ein Gefühl für den richtigen Bereich zu bekommen.
Mit anderen vergleichen
Fragen Sie Kollegen nach ihren Stundensätzen (ohne direkte Zahlen zu nennen). So bekommen Sie ein Gespür für marktübliche Preise in Ihrer Region und Branche.
Beispielrechnung für einen Handwerker
Ausgangswerte:
- Fixkosten: 2.500 € pro Monat (30.000 € pro Jahr)
- Gewünschtes Gehalt: 3.000 € pro Monat (36.000 € pro Jahr)
- Arbeitszeit: 40 Std./Woche
- Urlaub: 30 Tage
- Krankheit: 10 Tage
- Gewinnmarge: 20%
Berechnung:
- Arbeitstage pro Jahr: 365 - 104 (Wochenenden) - 30 (Urlaub) - 10 (Krankheit) = 221 Tage
- Abrechenbare Stunden: 221 × 8 = 1.768 Stunden
- Gesamtkosten: 30.000 € (Fix) + 36.000 € (Gehalt) = 66.000 €
- Kostendeckender Satz: 66.000 € ÷ 1.768 Std. = 37,33 €/Std.
- Mit Gewinnmarge (20%): 37,33 € × 1,20 = 44,80 €/Std.
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Nutzen Sie den Rechner oben, um Ihren individuellen Stundensatz zu ermitteln. Die Berechnung ist kostenlos, anonym und liefert sofort ein detailliertes Ergebnis.
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