Einbruchschutz nachrüsten – Die wichtigsten Maßnahmen

Einbruchschutz nachrüsten – Die wichtigsten Maßnahmen

Einbruchschutz nachrüsten: Fenster sichern, Türen verstärken, Alarmanlagen installieren. Aktuelle KfW-Förderung, Kosten und Tipps vom Experten. Jetzt informieren!

6 Min. Lesezeit
WORK5 Agent |

Schnellantwort: Wie schütze ich mein Zuhause vor Einbruch?

Effektiver Einbruchschutz beginnt bei Fenstern und Türen. Über 80% der Einbrecher dringen hier ein. Pilzkopfverriegelungen, Querriegelschlösser und abschließbare Fenstergriffe kosten zwischen 50 und 500 Euro. Sie erhöhen die Sicherheit erheblich. Die KfW fördert Nachrüstungen mit bis zu 1.600 Euro pro Wohneinheit.

Modernes Einfamilienhaus mit Sicherheitsmerkmalen
Modernes Zuhause mit integrierten Sicherheitsmaßnahmen

WORK5 Quick-Tipps: Einbruchschutz

  • Kostenlose Beratung: Polizeiliche Beratungsstellen prüfen Ihr Zuhause gratis auf Schwachstellen
  • Fördermittel sichern: KfW-Zuschuss vor Auftragsvergabe beantragen – bis zu 1.600 € Förderung
  • Priorität setzen: Zuerst Eingangstür und Erdgeschoss-Fenster sichern – hier brechen 85% ein
  • Zertifizierung beachten: Nur Produkte mit VdS- oder DIN-Prüfzeichen verwenden
  • WORK5-Tipp: Einbruchschutz-Auftrag einstellen und Angebote von Fachbetrieben erhalten

Wo brechen Einbrecher am häufigsten ein?

Das Wissen über typische Einstiegspunkte hilft bei der Planung. Einbrecher wählen den Weg des geringsten Widerstands. Ungesicherte Fenster und Türen sind ihr bevorzugtes Ziel.

Die häufigsten Schwachstellen im Überblick

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt klare Muster. Bei Einfamilienhäusern erfolgen die meisten Einbrüche über:

  • Fenstertüren und Balkontüren: Etwa 47% aller Einbrüche
  • Fenster im Erdgeschoss: Rund 33% der Fälle
  • Eingangstüren: Ca. 12% der Einbrüche
  • Kellerfenster und -türen: Ungefähr 8% der Fälle

Bei Mehrfamilienhäusern nutzen Einbrecher zu über 70% die Wohnungseingangstür. Grund: Obergeschosse sind schwerer erreichbar.

Die "3-Minuten-Regel" verstehen

Die meisten Einbrecher geben nach drei Minuten auf. Jede Nachrüstung erhöht die benötigte Zeit. Schon einfache mechanische Sicherungen machen den Unterschied.

Mechanische Sicherungen: Die Basis jedes Einbruchschutzes

Mechanische Sicherungen bilden das Fundament wirksamen Schutzes. Sie verhindern oder verzögern das Aufhebeln physisch. Elektronische Systeme allein können Einbrecher nicht stoppen. Qualifizierte Einbruchschutz-Fachbetriebe beraten zur optimalen Lösung.

Fenster sichern: Pilzkopfverriegelung und mehr

Standardfenster lassen sich in Sekunden aufhebeln. Die Pilzkopfverriegelung verhindert dies effektiv. Bei dieser Technik greifen pilzförmige Zapfen in verstärkte Schließbleche.

SicherungsmaßnahmeKosten (inkl. Einbau)Widerstandszeit
Abschließbare Fenstergriffe30–80 € pro Fenster+ 1–2 Minuten
Pilzkopfverriegelung nachrüsten150–300 € pro Fenster+ 3–5 Minuten
Fensterstangenschloss100–200 € pro Fenster+ 2–4 Minuten
Fenstergitter (innen)200–500 € pro Fenster+ 5–10 Minuten

Wichtig: Alle Sicherungen sollten VdS-geprüft oder nach DIN 18104 zertifiziert sein. Fenster-Fachbetriebe beraten zur passenden Lösung. Für Fenstergitter aus Metall sind Metallbaubetriebe die richtigen Ansprechpartner.

Türsicherung: Vom Schließblech bis zum Querriegelschloss

Die Eingangstür verdient besondere Aufmerksamkeit. Ein verstärktes Schließblech verhindert das Aufbrechen des Türrahmens. Das Querriegelschloss sichert die gesamte Türbreite.

  • Sicherheitsschließblech: 80–150 € inklusive Montage
  • Querriegelschloss: 300–600 € komplett installiert
  • Mehrfachverriegelung: 200–400 € bei Nachrüstung
  • Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung: 100–250 €

Das Querriegelschloss verankert die Tür auf der gesamten Breite im Mauerwerk. Ein erfahrener Schlüsseldienst montiert Sicherheitsschlösser fachgerecht.

Kellerfenster und Nebeneingänge nicht vergessen

Viele Hausbesitzer vergessen die Kellersicherung. Dabei sind Kellerfenster beliebte Einstiegspunkte. Gitterroste mit Spezialverschluss schaffen Abhilfe. Auch Rollläden mit Hochschiebesicherung bieten zusätzlichen Schutz.

Elektronische Sicherungen: Alarmanlagen und Überwachung

Elektronische Systeme ergänzen den mechanischen Schutz optimal. Sie schrecken Einbrecher ab und alarmieren im Ernstfall.

Lohnt sich eine Alarmanlage?

Alarmanlagen erhöhen die Abschreckung deutlich. Sichtbare Alarmsysteme reduzieren Einbruchsversuche erheblich. Zwei Haupttypen stehen zur Wahl:

  1. Funk-Alarmanlagen: Einfache Nachrüstung ohne Kabelverlegung. Kosten: 500–2.000 € für Basisausstattung. Ideal für Mietwohnungen.
  2. Drahtgebundene Anlagen: Höhere Sabotagesicherheit. Kosten: 1.500–5.000 € inklusive Installation. Empfohlen für Eigenheime.

Professionelle Alarmanlagen-Fachbetriebe planen die optimale Lösung für Ihr Objekt.

💡 Tipp: Stellen Sie einen Alarmanlagen-Auftrag ein und erhalten Sie kostenlos Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Region.

Videoüberwachung: Rechtssicher einsetzen

Kameras dokumentieren Einbruchsversuche und schrecken ab. Nur das eigene Grundstück darf überwacht werden. Moderne IP-Kameras ermöglichen Fernzugriff per Smartphone. Spezialisierte Videoüberwachungs-Anbieter installieren rechtskonforme Systeme.

Bewegungsmelder und Außenbeleuchtung

Bewegungsmelder mit Licht sind einfach und wirkungsvoll. Sie erhöhen das Entdeckungsrisiko für Einbrecher. Elektrik-Fachbetriebe installieren die Außenbeleuchtung normgerecht.

Smart-Home-Integration: Intelligenter Einbruchschutz

Smart-Home-Systeme erweitern klassische Sicherheitstechnik um digitale Funktionen. Sie ermöglichen Fernüberwachung und Anwesenheitssimulation. Smart-Home-Experten vernetzen alle Komponenten intelligent.

Anwesenheitssimulation: Präsenz vortäuschen

Einbrecher beobachten Häuser vor dem Einbruch. Leerstehende Objekte sind bevorzugte Ziele. Smart-Home-Systeme simulieren Anwesenheit durch:

  • Zeitgesteuerte Beleuchtung mit Zufallsfunktion
  • Automatische Rollladensteuerung
  • Simulation von TV-Flackern
  • Ferngesteuerte Geräuschkulisse

Spezialisierte Smart-Home-Sicherheitssysteme integrieren alle Komponenten zentral.

Fernüberwachung und Push-Benachrichtigungen

Smartphone-Apps ermöglichen die Kontrolle von unterwegs. Bei Alarm erhalten Sie sofort eine Benachrichtigung. Manche Systeme können automatisch einen Sicherheitsdienst informieren.

Was kostet professioneller Einbruchschutz?

Die Investition variiert je nach Umfang. Eine Grundsicherung ist bereits mit wenigen hundert Euro möglich.

Kostenbeispiele nach Sicherheitsniveau

SicherheitsstufeMaßnahmenGesamtkosten
BasisFenstergriffe, Schließblech, Türspion300–600 €
StandardBasis + Pilzkopfverriegelung, Querriegelschloss1.500–2.500 €
KomfortStandard + Funk-Alarmanlage, Bewegungsmelder3.000–5.000 €
PremiumKomfort + Videoüberwachung, Smart-Home6.000–12.000 €

KfW-Förderung für Einbruchschutz nutzen

Die KfW unterstützt Einbruchschutzmaßnahmen mit attraktiven Zuschüssen. Das Programm "Altersgerecht Umbauen" (Zuschuss 455-B) fördert auch Sicherheitstechnik.

Förderfähige Maßnahmen

  • Einbruchhemmende Türen und Fenster (ab RC 2)
  • Nachrüstsysteme für bestehende Türen und Fenster
  • Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
  • Gegensprechanlagen, Türkommunikation
  • Smarte Türschlösser und Zugangskontrolle
  • Bewegungsmelder und Beleuchtung

Konditionen und Beantragung

Die KfW gewährt 10% Zuschuss der förderfähigen Kosten. Maximum: 1.600 Euro pro Wohneinheit. Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe erfolgen.

⚠️ Beachten: Die KfW verlangt fachgerechte Installation. Stellen Sie jetzt einen Auftrag ein und erhalten Sie Angebote von qualifizierten Betrieben.

Kostenlose polizeiliche Beratung nutzen

Die Polizei bietet kostenlose Einbruchschutzberatung an. Geschulte Beamte analysieren Ihr Objekt vor Ort. Sie identifizieren Schwachstellen und empfehlen passende Maßnahmen.

Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich. Kontaktieren Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle. Fragen Sie nach der "Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle" (KPB). Zusätzlich kann eine professionelle Sicherheitsberatung sinnvoll sein.

Häufige Fragen zum Einbruchschutz nachrüsten

Welche Sicherung sollte ich zuerst nachrüsten?

Beginnen Sie mit der Eingangstür und erdgeschossigen Fenstern. Ein Querriegelschloss und Pilzkopfverriegelungen bieten das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Kann ich Einbruchschutz als Mieter nachrüsten?

Ja, mit Einschränkungen. Abschließbare Fenstergriffe dürfen Sie meist ohne Genehmigung austauschen. Funk-Alarmanlagen eignen sich ideal, da keine baulichen Veränderungen nötig sind.

Sind Warnaufkleber und Attrappen wirksam?

Warnaufkleber und Kamera-Attrappen bieten minimalen Schutz. Erfahrene Einbrecher erkennen Attrappen schnell. Echte Sicherheitstechnik ist deutlich wirksamer.

Wie oft sollte ich Sicherheitstechnik warten lassen?

Alarmanlagen sollten jährlich gewartet werden. Mechanische Sicherungen benötigen weniger Wartung. Ein Schlüsseldienst kann Schließzylinder und Türsicherungen überprüfen.

Zahlt die Versicherung bei mangelndem Einbruchschutz weniger?

Die Hausratversicherung zahlt grundsätzlich auch ohne Spezialschutz. Manche Versicherer gewähren Rabatte für zertifizierte Alarmanlagen.

Fazit: Schritt für Schritt zum sicheren Zuhause

Effektiver Einbruchschutz muss nicht teuer sein. Beginnen Sie mit den wichtigsten Einstiegspunkten. Mechanische Sicherungen bilden die unverzichtbare Basis. Elektronische Systeme ergänzen sinnvoll.

Nutzen Sie die kostenlose polizeiliche Beratung vor größeren Investitionen. Beantragen Sie KfW-Förderung rechtzeitig vor Auftragsvergabe.

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