Professionelle Installation von Rauchmeldern: Ein umfassender Leitfaden für Ihre Sicherheit

Professionelle Installation von Rauchmeldern: Ein umfassender Leitfaden für Ihre Sicherheit

Erfahren Sie, warum professionelle Installation und Wartung von Rauchmeldern entscheidend für Ihre Sicherheit sind und wie Sie mit der richtigen Unterstützung Ihr Zuhause schützen können.

12 Min. Lesezeit
WORK5 Agent |

Schnellantwort: Warum ist professionelle Rauchmelder-Installation wichtig?

Die professionelle Installation von Rauchmeldern durch einen Fachbetrieb gewährleistet die optimale Platzierung nach DIN 14676, rechtskonforme Montage und regelmäßige Wartung. Rauchmelder retten Leben – bis zu 95% der Brandopfer sterben nachts an Rauchvergiftungen, nicht am Feuer selbst. Eine fachgerechte Installation kostet zwischen 30-80 € pro Melder inkl. Montage und reduziert das Risiko von Fehlalarmen erheblich.

💡 WORK5 Quick-Tipps:
  • Rauchmelder sind in allen deutschen Bundesländern Pflicht (außer in Sachsen nur für Neubauten)
  • Mindestens 1 Rauchmelder pro Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur erforderlich
  • Professionelle Wartung alle 12 Monate gesetzlich vorgeschrieben
  • Qualitätsmelder mit Q-Label haben 10 Jahre Batterielebensdauer
Jetzt Fachbetrieb für Rauchmelder-Installation finden

Warum Rauchmelder Leben retten

Rauchmelder sind keine bloße Pflichterfüllung – sie sind lebensrettende Frühwarnsysteme. Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache:

Erschreckende Fakten über Brände in Deutschland

  • Jährlich ca. 400 Brandtote in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt)
  • 95% der Todesopfer sterben an Rauchvergiftung, nicht durch Flammen
  • Die meisten Brände (70%) entstehen nachts, wenn Menschen schlafen
  • 3 Atemzüge giftiger Brandrauch können tödlich sein
  • Im Schlaf funktioniert der Geruchssinn nicht – Rauch wird nicht wahrgenommen

Wie Rauchmelder funktionieren

Moderne Rauchmelder arbeiten nach dem photoelektrischen Streulichtprinzip:

  1. Im Inneren des Melders sendet eine LED kontinuierlich Lichtstrahlen aus
  2. Bei rauchfreier Luft trifft das Licht nicht auf den Sensor
  3. Dringt Rauch in die Messkammer, werden die Lichtstrahlen gestreut
  4. Der Sensor registriert das gestreute Licht und löst den 85 dB lauten Alarm aus
  5. Der Alarm ist laut genug, um auch schlafende Personen zu wecken
⚠️ Wichtig: Rauchmelder erkennen Rauch, bevor Flammen entstehen – sie verschaffen entscheidende Minuten zur Flucht!

Gesetzliche Vorschriften zur Rauchmelderpflicht

Die Rauchmelderpflicht ist bundesweit geregelt, jedoch mit landesspezifischen Unterschieden:

Bundesländer-Übersicht

Für Neubauten und Bestandsbauten:

  • Alle 16 Bundesländer haben Rauchmelderpflicht eingeführt
  • Sachsen: Nur Neubauten (ab 2016) verpflichtend
  • Berlin/Brandenburg: Übergangsfrist für Bestandsbauten endete 2020

Wo müssen Rauchmelder installiert werden?

Mindestausstattung nach Landesbauordnungen:

Pflicht in allen Bundesländern:

  • Alle Schlafräume
  • Kinderzimmer
  • Flure, die als Rettungswege dienen

Empfohlen (aber nicht überall Pflicht):

  • Wohnzimmer
  • Arbeitszimmer/Homeoffice
  • Keller (bei beheizten/genutzten Räumen)
  • Dachboden (bei Nutzung als Abstellraum)

Nicht geeignet:

  • Küche (hohe Fehlalarmgefahr durch Kochdämpfe → Alternative: Hitzemelder)
  • Badezimmer (Wasserdampf → Alternative: Hitzemelder)
  • Garage (Abgase → spezielle Melder erforderlich)

Wer ist verantwortlich?

Eigentümer/Vermieter:

  • Installation und Anschaffung der Rauchmelder
  • Sicherstellen der Betriebsbereitschaft bei Vermietung
  • In einigen Bundesländern auch Wartungspflicht

Mieter:

  • In den meisten Bundesländern für die jährliche Wartung verantwortlich
  • Ausnahmen: Mecklenburg-Vorpommern (Vermieter zuständig)
  • Duldung der professionellen Wartung durch Vermieter

Professionelle vs. DIY-Installation: Der Unterschied

Vorteile professioneller Installation

1. Fachgerechte Positionierung nach DIN 14676

Professionelle Installateure kennen die Norm-Anforderungen:

  • Mindestabstand zur Wand: 50 cm (sonst Luftpolster verhindert Rauchdetektion)
  • Deckenplatzierung: Immer an der Decke, da Rauch nach oben steigt
  • Vermeidung von Fehlalarm-Zonen: Nicht über Heizkörpern, Lüftungsschächten oder in Zugluft
  • Berücksichtigung von Dachschrägen: Spezielle Montagewinkel erforderlich
  • Große Räume (>60 m²): Mehrere Melder notwendig

2. Auswahl des richtigen Meldertyps

Es gibt verschiedene Rauchmelder-Typen für unterschiedliche Anforderungen:

Typ Eignung Vorteile Kosten
Stand-Alone Melder Kleine Wohnungen, einzelne Räume Günstig, einfach, batteriebetrieben 15-30 €
Funk-Rauchmelder Große Häuser, mehrere Etagen Vernetzt, alle Melder alarmieren gleichzeitig 40-80 €
Smart-Home Melder Moderne Smart-Homes App-Benachrichtigung, Fernüberwachung, Statusanzeige 60-120 €
Dual-/Thermo-Melder Küche, Bad Erkennt Rauch UND Hitze, weniger Fehlalarme 30-60 €

3. Vermeidung typischer Fehler

Häufige DIY-Fehler:

  • Montage an der Wand statt Decke
  • Zu nah an Ecken oder Wänden (Luftpolster)
  • Falsche Schrauben/Dübel (Melder fällt herunter)
  • Billigmelder ohne Q-Kennzeichen (kurze Lebensdauer)
  • Vergessen der Vernetzung in großen Häusern

Profis vermeiden diese Fehler durch Erfahrung und Schulung

4. Dokumentation und Zertifizierung

Professionelle Installateure liefern:

  • Installationsprotokoll mit Standorten und Seriennummern
  • Prüfzertifikat nach DIN 14676
  • Wartungsvertrag für jährliche Inspektionen
  • Garantie auf Installation und Geräte

DIY-Installation: Nur bei Kleinwohnungen empfohlen

Wenn Sie selbst installieren möchten:

  1. Kaufen Sie Qualitätsmelder mit Q-Label und VdS-Anerkennung
  2. Beachten Sie die DIN 14676 (kostenlos einsehbar)
  3. Verwenden Sie die mitgelieferten Schrauben und passende Dübel
  4. Testen Sie nach Installation mit Prüftaste
  5. Dokumentieren Sie Standorte und Kaufdatum (für Garantie)
🚨 Haftungsrisiko: Bei Selbstinstallation tragen Sie die volle Verantwortung. Im Schadensfall kann die Versicherung Leistungen kürzen, wenn Fehler bei Installation nachgewiesen werden!

Kosten für professionelle Rauchmelder-Installation

Preisübersicht

Einzelraum (z.B. Schlafzimmer):

  • Rauchmelder (Q-Label): 20-30 €
  • Montage durch Fachbetrieb: 25-40 €
  • Gesamt: 45-70 € pro Raum

Typische 3-Zimmer-Wohnung (80 m²):

  • 4-5 Rauchmelder erforderlich
  • Material: 80-150 €
  • Installation: 100-200 €
  • Gesamt: 180-350 €

Einfamilienhaus (120 m², 2 Etagen):

  • 8-10 Rauchmelder (inkl. Flure)
  • Vernetzung (Funk): 400-600 €
  • Installation: 200-350 €
  • Gesamt: 600-950 €

Einfamilienhaus mit Smart-Home-Integration:

  • 8-10 Smart-Rauchmelder: 600-1.000 €
  • Installation + Programmierung: 300-500 €
  • Gesamt: 900-1.500 €

Laufende Kosten (Wartung)

Jährliche Wartung (gesetzlich vorgeschrieben):

  • Kleinstunternehmen: 2-5 Melder: 40-80 € pro Jahr
  • Einfamilienhaus: 8-10 Melder: 80-150 € pro Jahr
  • Enthält: Funktionsprüfung, Reinigung, Batterie-Check, Protokoll

Batterieerneuerung (bei Non-Q-Meldern):

  • Alle 1-2 Jahre: 3-8 € pro Melder
  • Tipp: Q-Label Melder haben fest verbaute 10-Jahres-Batterien!

Geräte-Austausch:

  • Nach 10 Jahren Lebensdauer (Herstellervorgabe)
  • Kompletter Austausch: ca. 70% der Erstinstallationskosten

Kostenvergleich: Kauf vs. Miete

Viele Anbieter bieten Miet-Modelle für Rauchmelder:

Kauf (Einmalzahlung):

  • Volle Kontrolle über Geräte
  • Nach 10 Jahren teurer Komplettaustausch
  • Wartung muss separat organisiert werden

Miete (monatlich):

  • 3-Zimmer-Wohnung: ca. 3-5 € pro Monat
  • Einfamilienhaus: ca. 8-12 € pro Monat
  • Inklusive: Wartung, Reparatur, Austausch nach 10 Jahren
  • Vorteil: Keine Investitionskosten, Rundum-Service
  • Nachteil: Langfristig teurer (über 10 Jahre: 360-1.440 € vs. 350 € Kauf)

Empfehlung: Kauf lohnt sich für Eigentümer, Miete für Vermieter mit vielen Objekten

Wartung und regelmäßige Prüfung

Die jährliche Wartung ist gesetzlich vorgeschrieben und essenziell für die Funktionsfähigkeit.

Was beinhaltet die professionelle Wartung?

Jährliche Inspektion nach DIN 14676 umfasst:

Sichtprüfung:

  • Raucheintrittsöffnungen frei von Staub/Verschmutzung
  • Gehäuse unbeschädigt
  • Montage fest und sicher

Funktionsprüfung:

  • Prüftaste betätigen (Alarmton muss ertönen)
  • Lautstärke testen (mind. 85 dB)
  • LED-Anzeige kontrollieren

Batterie-Check:

  • Ladezustand prüfen
  • Bei Bedarf austauschen (Non-Q-Melder)

Umgebungscheck:

  • Keine baulichen Veränderungen (neue Möbel, Raumteiler)
  • Einhaltung der Mindestabstände
  • Keine neuen Störquellen (Hitzequellen, Zugluft)

Dokumentation:

  • Wartungsprotokoll mit Datum, Prüfergebnis, Unterschrift
  • Speicherung für Versicherungsnachweis

Eigenprüfung zwischen den Wartungsintervallen

Monatlich:

  • Prüftaste drücken → Alarm muss ertönen
  • Dauer: 5 Sekunden pro Melder

Bei Batterie-Warnung:

  • Piepston alle 30-60 Sekunden = Batterie schwach
  • Sofort austauschen oder Fachbetrieb informieren
  • Niemals Batterie entfernen ohne Ersatz!
⚠️ Achtung: Melder ohne Batterie oder mit defekter Batterie bieten KEINEN Schutz! Im Schadensfall erlischt der Versicherungsschutz.

Häufige Probleme und Lösungen

Fehlalarme: Ursachen und Vermeidung

Typische Ursachen für Fehlalarme:

1. Kochdämpfe in der Küche
Lösung: Hitzemelder statt Rauchmelder, oder 6+ Meter Abstand zum Herd

2. Wasserdampf (Dusche, Bad)
Lösung: Rauchmelder mind. 3 m vom Badezimmer entfernt

3. Zigarettenrauch
Lösung: Nicht direkt unter dem Melder rauchen, lüften

4. Staub und Insekten
Lösung: Regelmäßige Reinigung mit weichem Tuch (nicht staubsaugen!)

5. Überhitzung (Sonneneinstrahlung, Heizung)
Lösung: Melder nicht über Heizkörpern, nicht in direkter Sonne montieren

Sofortmaßnahme bei Fehlalarm:

  • Prüftaste 3-5 Sekunden gedrückt halten → Stummschaltung für 10 Minuten
  • Raum lüften
  • Ursache beseitigen
  • Niemals Batterie entfernen!

Piepst ständig – Was tun?

Ursachen und Lösungen:

Problem Piep-Intervall Lösung
Batterie schwach Alle 30-60 Sek. Batterie austauschen
Verschmutzung Unregelmäßig Melder reinigen (weiches Tuch)
Defekt Kontinuierlich Melder austauschen
Ende der Lebensdauer Alle 30-60 Sek. + LED blinkt Nach 10 Jahren austauschen

Quick-Fix bei nächtlichem Piepen:

  • Prüftaste drücken (vorübergehende Stummschaltung)
  • Am nächsten Tag: Batterie/Melder austauschen
  • Niemals Melder abschalten oder Batterie dauerhaft entfernen!

Rauchmelder und Smart-Home-Integration

Moderne Rauchmelder lassen sich in Smart-Home-Systeme integrieren und bieten erweiterte Funktionen:

Vorteile vernetzter Rauchmelder

1. Vollständige Abdeckung großer Häuser

  • Alle Melder alarmieren gleichzeitig bei Rauchdetektion
  • Brand im Keller wird sofort in allen Etagen gemeldet
  • Entscheidend bei großen Häusern mit mehreren Etagen

2. Benachrichtigung per App

  • Push-Nachricht auf Smartphone bei Alarm
  • Auch unterwegs informiert (Urlaub, Arbeit)
  • Fernüberwachung von Zweitwohnungen möglich

3. Status-Überwachung

  • Batteriestatus aller Melder in App einsehbar
  • Keine Überraschungen bei nächtlichem Piepsen
  • Automatische Wartungserinnerungen

4. Integration in Hausautomation

  • Bei Alarm: Automatisches Einschalten der Beleuchtung
  • Rollläden fahren hoch (Fluchtweg)
  • Heizung/Lüftung schaltet ab (verhindert Rauchverteilung)
  • Türschloss entriegelt automatisch (Flucht)

Kompatible Smart-Home-Systeme

  • Homematic IP: Deutscher Hersteller, DSGVO-konform, lokale Steuerung
  • Bosch Smart Home: Integration mit Hausalarmanlagen
  • Google Nest Protect: Kombination aus Rauch- und CO-Melder
  • Fibaro: Z-Wave basiert, kompatibel mit vielen Systemen
  • innogy/Livisi: Einfache Installation, deutsche Server
💡 Tipp: Lassen Sie Smart-Home-Integration von einem Sicherheitstechnik-Fachbetrieb durchführen – so funktioniert alles reibungslos!

CO-Melder: Die unterschätzte Gefahr

Neben Rauch ist Kohlenmonoxid (CO) eine tödliche, unsichtbare Gefahr in Haushalten.

Warum CO-Melder zusätzlich notwendig sind

Kohlenmonoxid-Gefahren:

  • Farb- und geruchlos (nicht wahrnehmbar)
  • Entsteht bei unvollständiger Verbrennung (Gasthermen, Kamine, Öfen)
  • Bereits geringe Konzentrationen (0,1%) sind tödlich
  • Jährlich ca. 350 Todesfälle durch CO-Vergiftung in Deutschland

Rauchmelder erkennen KEIN CO!

Wo CO-Melder installiert werden sollten

Pflicht-Standorte:

  • In Räumen mit Gasthermen oder Ölheizungen
  • In Räumen mit Kaminen, Kaminöfen, Pelletöfen
  • In der Nähe von angeschlossenen Garagen (Autoabgase)

Empfohlene Standorte:

  • Schlafzimmer (in Häusern mit Gasheizung)
  • Flure zu Heizungsräumen

Installation:

  • An der Wand in 1,5 m Höhe (CO ist schwerer als Luft)
  • NICHT an der Decke wie Rauchmelder!

Kosten:

  • Einfache CO-Melder: 25-40 €
  • Kombi-Melder (Rauch + CO): 50-90 €
  • Installation: 20-40 € pro Melder

Versicherungsschutz und Haftungsfragen

Versicherungsrelevanz von Rauchmeldern

Hausratversicherung:

  • Funktionsfähige Rauchmelder sind Obliegenheitspflicht
  • Bei fehlendem oder defektem Melder: Kürzung der Versicherungsleistung möglich (bis zu 100%)
  • Wartungsprotokoll sollte aufbewahrt werden (Nachweis im Schadensfall)

Wohngebäudeversicherung:

  • Vermieter müssen Rauchmelder installieren (gesetzliche Pflicht)
  • Bei Nichterfüllung: Versicherung kann Leistung verweigern

Haftpflichtversicherung:

  • Bei Brandschaden im Mehrfamilienhaus: Verursacher haftet
  • Fehlende/defekte Rauchmelder gelten als Fahrlässigkeit
  • Haftung kann auf Verursacher zurückfallen (Regress)

Haftung bei Schäden

Szenario 1: Feuer breitet sich aus, weil Melder fehlte

  • Mieter verklagt Vermieter auf Schadensersatz
  • Vermieter haftet (Installation ist seine Pflicht)
  • Versicherung kann Regress gegen Vermieter nehmen

Szenario 2: Melder vorhanden, aber Batterie leer

  • Mieter haftet (Wartung oft Mieter-Pflicht)
  • Versicherung kürzt Leistung wegen Obliegenheitsverletzung

Szenario 3: Professionelle Wartung durchgeführt, Melder versagt trotzdem

  • Hersteller haftet (Produktfehler)
  • Wartungsfirma haftet nur bei nachweislicher Pflichtverletzung

Professionelle Installation + Wartung = maximaler Schutz vor Haftungsrisiken

Checkliste: Rauchmelder-Installation Step-by-Step

Für Eigenheimbesitzer

Phase 1: Bedarfsermittlung

  • ☐ Anzahl der Räume zählen (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flure)
  • ☐ Raumgrößen prüfen (>60 m² = 2 Melder nötig)
  • ☐ Dachschrägen beachten (spezielle Montage)
  • ☐ Smart-Home-Integration gewünscht? (Kosten einplanen)

Phase 2: Fachbetrieb auswählen

  • ☐ Angebote von mind. 3 Fachbetrieben einholen → Jetzt Angebote einholen
  • ☐ Zertifizierungen prüfen (DIN 14676 Fachkraft)
  • ☐ Wartungsverträge vergleichen
  • ☐ Referenzen ansehen

Phase 3: Installation

  • ☐ Termin vereinbaren (Dauer: 1-3 Stunden je nach Hausgröße)
  • ☐ Melder-Standorte gemeinsam festlegen
  • ☐ Installation durch Fachbetrieb durchführen lassen
  • ☐ Funktionstest aller Melder

Phase 4: Dokumentation

  • ☐ Installationsprotokoll erhalten und aufbewahren
  • ☐ Seriennummern und Standorte notieren
  • ☐ Garantieunterlagen sichern
  • ☐ Wartungsvertrag abschließen

Phase 5: Laufender Betrieb

  • ☐ Monatlich Prüftaste drücken
  • ☐ Jährliche Wartung durch Fachbetrieb
  • ☐ Nach 10 Jahren: Komplett-Austausch planen

Für Vermieter (Mehrfamilienhaus)

  • ☐ Rechtzeitig vor Einzug installieren
  • ☐ Mieter bei Übergabe einweisen (Prüftaste zeigen)
  • ☐ Wartungsvertrag mit Fachbetrieb (zentral für alle Wohnungen)
  • ☐ Jährliche Wartung ankündigen (Betretungsrecht)
  • ☐ Protokolle archivieren (Haftungsschutz)

Fazit: Investition in Sicherheit zahlt sich aus

Rauchmelder sind Lebensretter – jedes Jahr verhindern sie Hunderte Todesfälle in Deutschland. Die professionelle Installation durch einen Fachbetrieb kostet zwischen 45-70 € pro Raum und bietet:

  • Rechtssicherheit – Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben nach DIN 14676
  • Optimaler Schutz – Fachgerechte Platzierung ohne Fehlalarm-Zonen
  • Versicherungsschutz – Dokumentation für Schadensfall
  • Langfristige Betreuung – Wartungsverträge sichern dauerhafte Funktionsfähigkeit
  • Haftungsschutz – Bei Schäden greift die Installateur-Haftpflicht

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle – die Kosten für professionelle Installation amortisieren sich durch Sicherheit, Rechtskonformität und Versicherungsschutz.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Rauchmelder in Deutschland Pflicht?

Ja, in allen 16 Bundesländern besteht Rauchmelderpflicht. Nur in Sachsen gilt sie ausschließlich für Neubauten ab 2016. In den übrigen Bundesländern müssen auch Bestandsbauten nachgerüstet werden. Die Pflicht umfasst mindestens Schlafräume, Kinderzimmer und Flure als Rettungswege.

Wer muss Rauchmelder installieren – Mieter oder Vermieter?

Der Vermieter (Eigentümer) ist für die Installation und Anschaffung der Rauchmelder verantwortlich. Die Wartung liegt in den meisten Bundesländern beim Mieter, sofern nichts anderes im Mietvertrag vereinbart ist. Ausnahme: In Mecklenburg-Vorpommern ist auch die Wartung Vermietersache.

Wie oft muss ein Rauchmelder gewartet werden?

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine jährliche Wartung nach DIN 14676. Diese umfasst Sicht- und Funktionsprüfung, Batterie-Check und Dokumentation. Zusätzlich sollten Mieter/Eigentümer monatlich die Prüftaste betätigen, um die Funktionsfähigkeit zu kontrollieren.

Wie lange halten Rauchmelder?

Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 10 Jahre ab Herstellungsdatum (nicht ab Installation!). Nach dieser Zeit müssen die Geräte komplett ausgetauscht werden, da Sensoren verschleißen und die Zuverlässigkeit abnimmt. Das Herstellungsdatum steht auf jedem Melder.

Was kostet die professionelle Installation von Rauchmeldern?

Für eine typische 3-Zimmer-Wohnung (4-5 Melder) liegen die Kosten bei 180-350 € inklusive Material und Montage. Ein Einfamilienhaus (8-10 Melder mit Vernetzung) kostet 600-950 €. Die jährliche Wartung schlägt mit 40-150 € zu Buche, abhängig von der Anzahl der Melder.

Kann ich Rauchmelder selbst installieren?

Ja, rechtlich ist die Selbstinstallation erlaubt. Allerdings sollten Sie die DIN 14676 genau befolgen, um korrekten Schutz zu gewährleisten. Bei falscher Installation kann im Schadensfall die Versicherung Leistungen kürzen. Für optimale Sicherheit und Haftungsschutz empfiehlt sich die professionelle Installation durch einen zertifizierten Fachbetrieb.

Wo genau muss der Rauchmelder an der Decke angebracht werden?

Der Rauchmelder gehört immer mittig an die Zimmerdecke, mindestens 50 cm von Wänden entfernt. Bei Dachschrägen gilt: mindestens 50 cm unterhalb der Dachspitze und mindestens 50 cm von der Dachschräge entfernt. In Räumen über 60 m² sind mehrere Melder erforderlich.

Brauche ich auch CO-Melder zusätzlich zu Rauchmeldern?

Ja, wenn Sie Gasthermen, Ölheizungen, Kamine oder Kaminöfen betreiben! Rauchmelder erkennen kein Kohlenmonoxid (CO). CO ist geruchlos und unsichtbar, aber tödlich. CO-Melder werden in 1,5 m Höhe an der Wand montiert (nicht an der Decke) und kosten 25-40 € pro Stück.

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