[KI-generiert] Kfz-Handwerk 2026: Tarifsteigerung von 3,3 % ab August – was Werkstätten wissen müssen

Kfz-Handwerk 2026: Tarifsteigerung von 3,3 % ab August – was Werkstätten wissen müssen

Ab August 2026 steigen die Löhne im Kfz-Handwerk um weitere 3,3 %. Was der Tarifabschluss für Werkstätten und Beschäftigte konkret bedeutet.

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Ab August 2026 greift die zweite Stufe des Tarifabschlusses im Kfz-Handwerk: Die Löhne steigen erneut, diesmal um 3,3 Prozent. Für Werkstattinhaber bedeutet das höhere Lohnkosten, die sich direkt auf Kalkulation und Stundenverrechnungssätze auswirken. Wer jetzt nicht reagiert, riskiert Ertragsverluste – und vergibt gleichzeitig die Chance, qualifizierte Fachkräfte langfristig zu binden.

Der Tarifabschluss im Kfz-Handwerk 2026 im Überblick

Der aktuelle Tarifvertrag im Kfz-Handwerk wurde in zwei Stufen vereinbart: Bereits ab Juli 2025 stiegen die Löhne um 2,3 Prozent. Die zweite Stufe tritt nun im August 2026 in Kraft und bringt weitere 3,3 Prozent. In der Summe bedeutet das eine Lohnerhöhung von rund 5,7 Prozent innerhalb von 13 Monaten – eine der stärksten Tarifsteigerungen der Branche seit Jahren.

Besonderheiten des Abschlusses:

  • Zweistufige Erhöhung: Die gestaffelte Umsetzung gibt Betrieben etwas Zeit zur Planung, erhöht aber insgesamt den Druck auf die Personalkosten erheblich.
  • Sonderregelung für Auszubildende: Azubivergütungen steigen ebenfalls, in manchen Regionen sogar überproportional – Betriebe müssen bestehende Ausbildungsverträge prüfen.
  • WorkFlex-Modell: Der Tarifvertrag sieht optional ein flexibles Arbeitszeitmodell vor, bei dem Beschäftigte zusätzliche freie Tage statt eines Teils der Lohnerhöhung wählen können. Das kann für die Personalplanung in Betrieben mit Saisonspitzen interessant sein.

Der Tarifvertrag gilt für alle tarifgebundenen Kfz-Betriebe. Nicht tarifgebundene Werkstätten sind formal nicht zur Anpassung verpflichtet – praktisch jedoch kaum in der Lage, deutlich darunter zu bleiben, wenn sie wettbewerbsfähige Gehälter zahlen wollen.

Was Werkstätten jetzt einplanen müssen

Die wichtigste Konsequenz für Werkstattinhaber ist die Überprüfung der laufenden Kalkulation. Höhere Lohnkosten schlagen sich direkt im Stundenverrechnungssatz nieder – und dieser muss angepasst werden, wenn die Werkstatt wirtschaftlich arbeiten soll.

Lohnkosten kalkulieren: Eine einfache Faustregel: Eine Lohnerhöhung von 3,3 Prozent erhöht die Gesamtpersonalkosten um denselben Prozentsatz – zuzüglich der proportional steigenden Lohnnebenkosten (Sozialabgaben, Berufsgenossenschaft). Effektiv steigen die Gesamtkosten je Mitarbeiterin und Mitarbeiter um etwa 4 bis 4,5 Prozent.

Stundenverrechnungssätze anpassen: Werkstätten, die ihre Stundensätze seit mehr als einem Jahr nicht angepasst haben, sollten dies jetzt tun. In vielen Regionen liegt der übliche Kfz-Stundensatz 2026 bereits zwischen 110 und 145 Euro netto – der neue Tarifabschluss dürfte den Druck nach oben weiter verstärken.

WorkFlex-Modell prüfen: Das optionale Arbeitszeitmodell bietet Betrieben Flexibilität. Statt der vollen 3,3-Prozent-Erhöhung können Mitarbeitende zusätzliche freie Tage wählen. Das entlastet zwar kurzfristig die Lohnkosten, erhöht aber den Personalbedarf – eine sorgfältige Abwägung ist nötig.

Personalplanung aktualisieren: Gerade in Betrieben mit Fluktuation oder geplanter Neueinstellung lohnt es sich, die Personalplanung auf die neuen Lohnkosten abzustimmen. Auch Kurzarbeit oder befristete Stellen sollten im Licht des neuen Tarifabschlusses neu bewertet werden.

Auswirkungen auf Kunden und Werkstattpreise

Höhere Lohnkosten bedeuten fast zwangsläufig steigende Preise für Kunden. Werkstätten, die transparent kommunizieren, warum Preise steigen, erfahren in der Regel weniger Kundenabwanderung als solche, die Preiserhöhungen kommentarlos umsetzen.

Steigende Stundensätze: Eine klare, schriftliche Kommunikation der neuen Stundensätze – idealerweise per Brief oder E-Mail an Stammkunden – stärkt das Vertrauen und reduziert Diskussionen am Tresen.

Wettbewerbsdruck: Nicht alle Wettbewerber werden die Lohnerhöhung sofort vollständig weitergeben. Kurzzeitig kann das zu Preisdruck führen. Langfristig werden sich die Preise jedoch angleichen, da auch Wettbewerber mit denselben Lohnkosten kalkulieren müssen.

Fachkräftebindung als Investition: Der Tarifabschluss ist auch eine Chance: Werkstätten, die attraktive Gehälter zahlen und das nach außen kommunizieren, stärken ihre Position als bevorzugter Arbeitgeber. In Zeiten des Fachkräftemangels im Kfz-Handwerk ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

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