Selbst machen oder Profi holen? Was der Kundenmonitor 2026 über DIY verrät

Selbst machen oder Profi holen? Was der Kundenmonitor 2026 über DIY verrät

62 Prozent der Eigentümer planen laut YouGov 2026 eigene Projekte. Wo sich DIY wirklich lohnt und wann Sie besser einen Handwerksbetrieb beauftragen.

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Laut Kundenmonitor Deutschland 2026 kaufen 92 % der Deutschen regelmäßig Bau-, Heimwerker- und Gartenprodukte – und 83 % gehen gern in den Baumarkt. Gleichzeitig zeigt eine YouGov-Erhebung aus März 2026: 62 % der Immobilieneigentümer planen in den nächsten sechs Monaten eigene Projekte. Mit dem Herbst, klassisch die Renovierungssaison, stellt sich die Frage: Wann lohnt sich DIY wirklich – und wann ist der Fachbetrieb die bessere Wahl?

Die Zahlen: Wie viel Deutschland gerade selbst macht

Die Datenlage ist eindeutig: Deutschland ist eine Heimwerker-Nation. Der Kundenmonitor Deutschland 2026 zeigt, dass über neun von zehn Deutschen Bau- und Gartenprodukte kaufen; der Baumarkt gilt als beliebtester Einkaufsort für diese Produktgruppe. Die YouGov-Studie von März 2026 präzisiert das für Immobilieneigentümer: Mehr als jeder Zweite plant konkrete Vorhaben in den kommenden sechs Monaten.

Dieser Sechsmonatshorizont fällt jetzt genau auf die Herbst- und Wintersaison – die klassische Zeit für Innenrenovierungen, Heizungsarbeiten und Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit. Wer im September plant, entscheidet jetzt: selbst anpacken, oder den Profi rufen?

Die Antwort hängt weniger von handwerklichem Ehrgeiz ab als von zwei nüchternen Kriterien: Risiko und Rechtslage.

Diese Herbstprojekte eignen sich für Heimwerker

Viele saisonale Projekte sind gut in Eigenleistung umsetzbar – wenn Material, Werkzeug und etwas handwerkliches Grundverständnis vorhanden sind:

Streichen und Tapezieren: Wände und Decken streichen ist klassisches DIY-Terrain. Wer Abdeckfolie, Klebeband und die richtige Farbe wählt, erzielt professionelle Ergebnisse. Zeitaufwand und Ergebnis lassen sich gut planen.

Bodenbeläge verlegen: Laminat, Vinyl und schwimmend verlegtes Fertigparkett sind auch für Laien machbar. Wichtig: Der Untergrund muss sauber, eben und trocken sein. Massivparkett, geklebter Belag oder Feinsteinzeug erfordern dagegen Fachkenntnisse.

Regale, Möbelbau und kleine Tischlerarbeiten: Montage von Regalen, Aufbau von Küchenmöbeln oder einfache Holzarbeiten – hier ist handwerkliches Grundwissen ausreichend.

Kleine Gartenarbeiten: Beete anlegen, Rasen düngen, einfache Heckenarbeiten. Baumfällungen und Arbeiten in Dachbereichen gehören dagegen nicht ins DIY-Portfolio.

Kellerdecke dämmen: Die Dämmung der obersten Kellerdecke mit Klemmfilz oder Plattenware ist eine der effektivsten Energiesparmaßnahmen im Bestand – und auch für Laien mit etwas Vorbereitung machbar. Lohnenswertes Herbstprojekt vor der Heizsaison.

Wo die DIY-Grenze verläuft

Klare Grenzlinie: Sobald Fachbetriebspflicht, Genehmigungen, Statik oder erhebliche Sicherheitsrisiken ins Spiel kommen, ist der Profi keine Option – er ist Pflicht.

Elektroarbeiten: Installation, Erweiterung und Reparatur von Hausinstallationen dürfen in Deutschland nur durch zugelassene Elektrofachbetriebe ausgeführt werden. Eigenleistung ohne Fachbetrieb führt zum Verlust des Versicherungsschutzes und kann strafrechtliche Folgen haben. Das gilt ausdrücklich auch für Wallboxen und PV-Anlagenanbindungen.

Gas- und Heizungsarbeiten: Arbeiten an gasführenden Leitungen und Heizungsanlagen sind ebenfalls qualifizierten SHK-Betrieben vorbehalten. Pfusch am Gas ist nicht nur gefährlich, sondern macht Gebäudeversicherungen im Schadensfall unwirksam.

Dacharbeiten: Reparaturen und Sanierungen auf dem Dach gehören in Fachbetriebshände – sowohl aus Sicherheits- als auch aus Haftungsgründen.

Steuerlicher Nachteil von DIY: Wer handwerkliche Leistungen selbst ausführt statt zu beauftragen, verliert den Steuervorteil nach § 35a EStG. Die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (20 % der Lohnkosten, maximal 1.200 Euro jährlich) gilt nur für beauftragete Fachbetriebe, nicht für Materialkosten oder Eigenleistung. Bei einem Stundenpreis von 70 Euro entspricht das einer echten Ersparnis von 14 Euro pro abgerechneter Arbeitsstunde – die Kosten für den Profi relativieren sich damit erheblich.

Auf work5.de können Sie Handwerksaufträge kostenlos einstellen, Angebote vergleichen und qualifizierte Fachbetriebe in Ihrer Region beauftragen:

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KI-generiert und geprüft | Aktualisiert am 04.09.2026 Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von unseren Experten überprüft und freigegeben.

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